Forschung · Kompakte Stadt
Grundsätze und Zielsystem
Nach der Diagnose kommt der Vorschlag. Doch bevor von den konkreten Eingriffen die Rede ist, muss geklärt werden, auf welchen Grundsätzen und welchem Zielsystem das gesamte Konzept aufbaut.
Der erste Block der Serie hat die Begriffe umkreist, der zweite die Diagnose des 18. Bezirks geliefert. Hier beginnt der dritte, der Vorschlag. Dieser einleitende Artikel handelt nicht von konkreten Instrumenten, sondern von jenem Rahmen, auf dem jeder weitere Eingriff aufbaut: von den drei Grundsätzen des Konzepts und dem darauf errichteten Zielsystem.
1. Warum beginnt es mit den Grundsätzen?
Die Grundsätze des Konzepts veranschaulichen die Rahmen und Grundlagen des Vorschlags insgesamt. Sie sind keine konkreten Instrumente der kompakten Stadt, sondern allgemeinere, auf den Bezirk zugeschnittene Entwicklungsgesichtspunkte. Sie bestimmen, nach welcher Logik und mit welcher Haltung das Konzept aufgebaut wird.
Das Wesentliche ist eben diese Maßgeschneidertheit: Durch die Grundsätze schreitet der Vorschlag an die örtlichen Besonderheiten angepasst voran und folgt nicht einer abstrakten, überall anwendbaren Schablone. Das Konzept baut sich entlang dreier Grundsätze auf.
2. Die drei Grundsätze
Langfristiges Denken. Die Kompaktierung des Bezirks ist ein sich zeitlich hinziehender Prozess, dessen Ergebnisse oft erst Jahre oder Jahrzehnte später sichtbar werden. Der Vorschlag denkt daher nicht in Zyklen und kurzen Zeiträumen, sondern akzeptiert, dass die den wahren Entwicklungspfad bestimmenden Ergebnisse anfangs nicht immer spektakulär sind. Deshalb meidet er auch die kompromisshaften, „halbfertigen“ Lösungen, denn diese verschlechtern häufig nur die Beurteilung der Entwicklungen.
Systemischer Ansatz. Das Konzept fokussiert nicht auf einzelne Fälle oder Gebiete, sondern gibt einen umfassenden Vorschlag — so können die Ergebnisse am wirksamsten und eindrucksvollsten sein. Die verschiedenen Dimensionen der Funktionsweise und Entwicklung des Bezirks stehen in enger Wechselwirkung miteinander, daher lassen sich die Wirkungen der Eingriffe nur auf Systemebene deuten. Der Vorschlag denkt nicht in isolierten Projekten, sondern in einem System einander unterstützender, verstärkender und ergänzender Eingriffe.
Auf vorhandenen Gegebenheiten aufbauende Entwicklung. Das Konzept baut auf den im Bezirk bereits vorhandenen Ressourcen und den vor Ort bekannten Strukturen auf. Ausgangspunkt der Entwicklungen ist das vor Ort identifizierbare Potenzial und nicht die eins-zu-eins-Übertragung von außerhalb des Bezirks gültigen Modellen. Dieser Grundsatz hilft, dass die Eingriffe ihre positiven Wirkungen tatsächlich entfalten, die örtliche Bevölkerung unterstützen und die Akzeptanz sowie Integration der Investitionen erhöhen.
3. Das Zielsystem
Auf den drei Grundsätzen ruht das Zielsystem des Konzepts: jene zusammenhängende Struktur, die die Ziele des Vorschlags ordnet und ihnen Richtung gibt. Es übersetzt die allgemeinen Gesichtspunkte der Grundsätze in die konkreten Zielsetzungen des Kompakte-Stadt-Konzepts des Bezirks, welche die folgenden Artikel des Vorschlagsblocks entfalten — von der Stadtstruktur über die lokale Wirtschaft und die Mobilität bis hin zur Gemeinschaft.
InnoK-Perspektive
Für InnoK bilden diese Grundsätze die gemeinsame Sprache: Das langfristige, systemische und auf den örtlichen Gegebenheiten aufbauende Denken ist derselbe Rahmen, in dem die realen Entwicklungsfragen des 18. Bezirks — von der Diagnose bis zu den konkreten Eingriffen — sinnvoll durchzuführen sind.
Kernaussagen
- Die Grundsätze sind keine konkreten Instrumente, sondern auf den Bezirk zugeschnittene allgemeine Entwicklungsrahmen, auf denen der gesamte Vorschlag aufbaut.
- Drei Grundsätze leiten das Konzept: langfristiges Denken, systemischer Ansatz und auf vorhandenen Gegebenheiten aufbauende Entwicklung.
- Das Zielsystem ordnet, auf den Grundsätzen aufbauend, die Ziele des Vorschlags und bereitet die konkreten Interventionsrichtungen der folgenden Artikel vor.
Serie · Kompakte Stadt · Entwicklungsrichtungen (5 Teile)
Der Vorschlagsblock
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